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Der Blog des Centre Franco-Allemand de Provence bietet eine Plattform für den Gedankenaustausch zu deutsch-französischen Themen. Veröffentlicht werden hier Texte von Gästen und Mitarbeitern des Centre, vor allem aber auch Ihre Texte. Haben Sie eine schöne deutsch-französische Erfahrung gemacht? Haben Sie gerade ein tolles Buch gelesen, eine außergewöhnliche Ausstellung gesehen oder Musik neu entdeckt? Haben Sie Lust, darüber einen kleinen Essay zu verfassen? Dann kontaktieren Sie uns: Wir sind gespannt auf Ihre Gedanken.

Das Freitagsatelier

Atelier de vendredi - Schneeflocken aus Magazinen

 

Schnee ist etwas ganz Besonderes. Er dient nicht nur tollen Beschäftigungen wie Schlittenfahren oder Schneeballschlachten.
Allein die Erscheinung verleiht bekannten Orten ein ganz neues, bezauberndes Bild.
Doch hat es bei euch nicht geschneit oder wünscht ihr euch,
den Anblick der schönen doch schnell schmelzenden Schneeflocken etwas länger genießen zu können?

Dann bastelt euch eure eigenen Schneeflocken für Zuhause! 

Nutzt dazu entweder ganz weißes Papier oder sogar alte Zeitungen und Magazine. So haben die Flocken tolle Muster
(denn keine Schneeflocke ist wie die andere) und ihr braucht sogar Materialien auf, die sonst keine Verwendung mehr hätten.

Ihr benötigt also:

  • Papier (zum Beispiel aus alten Magazinen) 
  • Schere, Bleistift, Lineal und Bastelunterlage
  • Büroklammer oder ein anderer spitzer Gegenstand
  • dünnes Band
  • Flüssigkleber und bestenfalls auch Klebeband

 

Und so entstehen eure Schneeflocken:

  1. Die Schneeflocken bestehen aus 5 Teilen, die alle nach dem gleichen System hergestellt werden.
    Wir nehmen uns also ein Blatt vor. Aus diesem schneiden wir ein Quadrat zurecht.
    Dazu faltet ihr eine Ecke auf die gegenüberliegende Seite.
    Habt ihr das Blatt so gefaltet, solltet ihr einen Teil des Blattes haben, der übersteht.
    Der gefaltete Teil des Papiers bildet ein Dreieck.
    Markiert euch die begrenzende Linie des Quadrats mit Lineal und Bleistift.
    Schneidet entlang der gezeichneten Linie und ihr habt ein Quadrat.

2. Faltet das Quadrat so, dass die gegenüberliegenden Ecken aufeinander liegen.
Öffnet das Dreieck wieder und macht das Gleiche mit den anderen gegenüberliegenden Ecken.
Nun solltet ihr die Diagonalen des Quadrats als Faltkanten sehen.

 

3. Faltet das Papierblatt nochmal zu einem Dreieck.
Nun seht ihr eine Faltkante als mittlere Linie entlang des Dreiecks.
Zeichnet mit Bleistift und Lineal parallele Linien im 2-cm-Abstand auf das Dreieck,
die von der längsten Kante des Dreiecks zur Mittellinie führen. Schneidet entlang dieser Linien das Blatt ein.
Passt dabei auf, das Papier nie ganz durchzuschneiden.
Beendet den Schnitt dafür immer ca. 1 cm vor Erreichen der Mittellinie.

4. Öffnet das Dreieck nun und legt es so vor euch, dass eine Ecke auf euch zeigt.
Ihr solltet nun auf beiden Seiten des Quadrates gleiche Einschnitte haben
und zusammen ebenso immer Quadrate bilden.

Im Zentrum habt ihr das kleinste Viereck.
Nehmt die beiden Ecken dieser mittleren Partie, faltet sie etwas um und  klebt sie zusammen.
Nutzt dazu Flüssigkleber und bei Bedarf auch Klebeband. Die darauffolgenden Ecken lasst ihr vorerst unberührt.
Klebt dann die Ecken des nächstgroßen Quadrats zusammen und lasst die danach wieder aus.
Geht so vor bis ihr am äußeren Ende des Papierblatts angekommen seid.

5. Dreht das Blatt um und klebt nun die restlichen Ecken ebenso
von innen nach außen zusammen.
Nun habt ihr den ersten Arm eurer Schneeflocke hergestellt.
Baut nach diesem Verfahren 4 weitere Exemplare.

6. Ordnet diese in einem Kreis an.
Klebt Sie an den Seiten und im Zentrum zusammen.

 

7. Macht mithilfe eines spitzen Gegenstands wie einer Büroklammer
ein Loch in eine Spitze der Flocke. Fädelt hier eine dünne Schnur
durch und verbindet diese mit einem Knoten.

 

Nun habt ihr eure Schneeflocke, die ihr überall aufhängen könnt,
und das ganz ohne die Angst zu haben, dass sie euch davonschmilzt.

Rezept der Woche

Jede Woche veröffentlichen wir hier ein Rezept, mit dem ihr euch an einem gemütlichen Herbsttag verwöhnen könnt. Guten Appetit also !

Das Freitagsatelier

Instrumente aus Papprollen basteln

Wieviel Spaß macht es, kreativ zu sein. Das betrifft nicht nur den malerischen Bereich, sondern auch die Musik.
Selbst ausgedachte oder alt bekannte Lieder zu spielen, das ist eine tolle Beschäftigung.
Probiert das doch mal auf eigenst hergestellten Instrumenten her. 

So zeigen wir euch wie man Regenrasseln und Kazoos aus Haushaltsgegenständen bastelt.

Für beide Instrumente braucht ihr:

  • Papprollen, entweder aus Toiletten- oder Küchenpapierrollen
  • beschichtetes (Back-)Papier/ stabiles Papier
  • Haushaltsgummis
  • Schere, Bleistift (spitz)
  • Zirkel oder ein Gegenstand mit kreisförmiger Oberfläche
  • Farbe, Tonpapier und andere Materialien zum Dekorieren

 

Für die Regenrasseln benötigt ihr zusätzlich:

  • Reis oder andere getrocknete Hülsenfrüchte

1.

1.

Und so geht Ihr vor:

Die Regenrasseln

  1. Zuerst braucht ihr das beschichtete Papier. Darauf zeichnet ihr mithilfe des Zirkels oder einem Gegenstand mit
    kreisförmiger Grundfläche 2 Kreise auf.
    Diese sollten einen größeren Durchmesser haben als eure Papprollen (ca. 4 cm größer).

2.

2. Dann legt ihr einen Papierkreis an ein Ende der Papprolle.
Spannt diesen glatt und befestigt ihn mithilfe eines Gummis.
Befüllt die Rolle etwa zur Hälfte mit Reis oder den Hülsenfrüchten.

 

3.

4.

3. Verschließt nun auch die andere Seite mit einem
Papierkreis und einem Gummi.

5.

4. Malt die Rassel an, beklebt sie mit Tonpapier  und
nutzt auch andere Materialien eurer Wahl, um sie zu dekorieren.

5. Jetzt habt ihr die Rasseln hergestellt, mit denen ihr euch
musikalisch üben könnt!

6.

Die Kazoos

  1. Als erstes geht ihr auf gleichem Wege wie bei den Regenrasseln vor.
    Dieses Mal schneidet ihr jedoch nur einen Kreis aus dem Papier aus.
    Befestigt diesen an einer Öffnung der Rolle. 

7.

2. Dann macht ihr ein kleines Loch in die Papprolle.
Nutzt dazu einen spitzen Stift oder einen anderen Gegenstand,
der euch dafür geeignet scheint.

 

8.

3. Malt die Zooka nun an und dekoriert sie wie ihr wollt. 

4. Nun ist auch dieses Instrument fertiggestellt.
Ihr erzeugt einen Ton, indem ihr die Öffnung an euren Mund haltet,
sodass auch diese verschlossen ist.
Pustet in die Rolle und nur durch das kleine Loch entweicht
Luft, welche einen Ton erzeugt.

 

Viel Spaß mit euren selbstgemachten Instrumenten!

Rezept der Woche

Jede Woche veröffentlichen wir hier ein Rezept, mit dem ihr euch an einem gemütlichen Herbsttag verwöhnen könnt. Guten Appetit also !

Atelier du vendredi

Das Freitagsatelier - Teebeutel-Sterne

Im Winter schmeckt der Tee doch am besten. Davon kann man bei niedrigen Temperaturen doch gar nicht genug bekommen.
Doch muss man die Verpackungen der Teebeutel denn nun immer wegschmeißen?
Warum nichts etwas Kreatives damit machen! Im heutigen Atelier zeigen wir euch, wie aus Teebeutelverpackungen beeindruckende Weihnachtssterne werden.

Kleiner Tipp: Lasst euch nicht von den teilweise kompliziert wirkenden Anleitungen verwirren.
Folgt auch den Bildern und nach der ersten gefalteten Zacke werdet ihr den Dreh raus haben und nicht mehr aufhören wollen, weitere Sterne anzufertigen 😉 . 

Dazu benötigt ihr:

    • einige Teebeutel
    • eine Schere
    • einen Bleistift
    • etwas Flüssigkleber
    • eine Büroklammer
    • ein dünnes Band

1.

Und so fertigt ihr die Sterne an: 

  1. Zuerst einmal nehmt ihr euch einen Teebeutel vor.
    Trennt von diesem die zusammengeklebten Seitenränder ab und trennt ihn auch am oberen Ende auf.

    Entnehmt den Teebeutel (macht euch doch einen Tee draus 😉 ). Legt die Verpackung aufgeklappt vor euch.

2.

2. Nun benötigen wir aus den Teebeuteln quadratförmige Papierstücke für die Zacken der Sterne.
Aus einer Verpackung sollten 2 Quadrate entstehen. Dazu faltet ihr die kurzen Kanten der Verpackung auf eine der Längskanten.
Mit einem Bleistift markieren wir uns die Linie, an der wir entlang schneiden, um die gefalteten Teile abzutrennen.
Diese haben aufgeklappt eine quadratische Form.

 

3.

4.

3. Eines dieser Quadrate legt ihr nun mit einer Spitze nach unten vor euch.
Die Faltkante in der Mitte des Quadrates ist vertikal ausgerichtet.

4. Dann faltet ihr die beiden unteren Kanten auf ebendiese Linie,
sodass eine Drachenform entsteht.

 

5.

5. Jetzt knicken ihr die obere linke Kante so nach rechts, dass die beiden Ränder
an der oberen rechten Seite genau aufeinanderliegen.
Wiederholt dies mit der rechten Seite, die ihr dann jedoch wieder aufklappt.

6.

6. Wir haben also die obere linke Kante umgeklappt.
Von dieser umgeknickten Seite heben wir die linke Partie leicht an, um die Spitzen
an der linken Ecke zu befreien.
Knickt diese um.

 

7.

7. Genau das Gleiche wiederholt ihr mit der oberen rechten Seite.
Diese knickt ihr so um, dass beide Kannten an der oberen linken Seite genau aufeinander liegen.
Dann lockert ihr die rechte Partie, um die Spitze an der rechten Ecke zu befreien und umzuknicken.
Als Resultat liegt eine Raute, die an linker und rechter Ecke einen überstehenden Zipfel haben, vor uns.

 

8.

8. Jetzt fehlt nur noch das kleine Muster im Zentrum des Sterns.
Dazu befreit ihr an der oberen Spitze des entstandenen Sternzackens der Zipfel unter der
umgeklappten Kante und knickt auch diesen gerade (gleiches Prinzip wie an den anderer Ecken).
    Klappt diesen Zipfel auf die rechte Seite um.

 

9.

9. Dreht den Zacken um. Ihr solltet den umgeklappten Zacken nun als Dreieck auf der rechten oberen Seite sehen.
Faltet diese dann so, dass die Längskante des dreieckigen Zipfels auf der Kante des Grundkörpers liegt und je die
Hälfte des Zipfels auf beiden Seiten des Sternzackens sichtbar ist.

 

10.

10. Nun habt ihr einen Zacken fertig gefaltet.
Fertigt davon etwa zwölf an. Ordnet diese kreisförmig an und klebt sie zusammen.
Lasst dies gut trocknen.

     So habt ihr euren Stern.

11.

11. Wenn ihr diesen beispielsweise als Weihnachtsbaumschmuck nutzen wollt,
so stecht durch einen Zacken mit einer Büroklammer ein Loch.
Befestigt den Stern an einem dünnen Faden und so könnt ihr ihn auch aufhängen.

 

Präsentiert die fertigen Werke doch gerne eurer Familie und Freunden.
Sie werden sicher nicht glauben, woraus euer  schöner Weihnachtsschmuck besteht ;).

Interview: Erinnerung an den Mauerfall und die deutsche Wiedervereinigung - Nicole Bary

Anlässlich des 30. Jahrestages der Wiedervereinigung Deutschlands berichten uns deutsche oder französische Personen des öffentlichen Lebens, wie sie den Mauerfall miterlebt haben.
Dazu hat auch die Direktorin des Institut allemand de politique étrangère (DGAP) einen Beitrag verfasst, in dem sie uns ihre Erinnerungen an das bedeutende historische Ereignis teilt.

Lesen Sie den beschriebenen Text hier

Foto: www.acutalitte.com

 

 

 

 

Weihnachten Rezepte – Glühwein, Kinderpunsch & Lebkuchenherzen

Das Freitagsatelier

Das Freitagsatelier - Weihnachtsdekoration aus Buchseiten

Ach wie schön die Weihnachtszeit ist. Plätzchen essen, seinen Liebsten tolle Geschenke machen und Weihnachtslieder hören.
Das alles macht den Dezember doch so schön.
Und nicht zu vergessen sind natürlich all die schönen Basteleien, die man passend zum anstehenden Feiertag anfertigen kann.
Wusstet ihr zum Beispiel, was man alles aus alten Büchern machen kann?
Ihr werdet überrascht sein, wie bezaubernd die aus Buchseiten gefertigten Tannenbäume und Engel aussehen werden !

 

Für die Figuren benötigt ihr:

  • alte Bücher (auch mit Magazinen möglich)
  • Schere, Bleistift, Flüssigkleber
  • Streichhölzer
  • Kugeln aus Holz oder Stoff
  • Pinsel
  • deckende Farbe
  • weitere Dekorationen wie Pailletten und farbiges Papier
  • Band

Und so stellt ihr die Dekoration her:

  1. Zuerst stellen wir den Körper her. Dazu nehmt ihr euch ein Buch vor.
    Entfernt vorsichtig den Buchrücken und passt auf, dass die Seiten noch immer zusammenhalten.

1.

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2.

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2. Nun faltet ihr jede Seite des Buchabschnitts nach dem Muster, dass ihr auf den Fotos erkennt.

2.1 die obere rechte Ecke nach unten links knicken
2.2 die untere rechte ecke in die Mitte falten
2.3 den überstehenden Rest am unteren Rand nach oben umknicken
2.4 so mit den folgenden Seiten vorgehen

3. Habt ihr jede Seite gefaltet, könnt ihr diese so aufschlagen, dass sie gleichmäßig einen Kegel bilden.

4. Für den Tannenbaum malt ihr auf eine Buchseite einen Stern. Diesen paust ihr auf einen alten Buchrücken oder Karton ab.
Schneidet beide Sterne aus. Klebt diese zusammen und befestigt diese mit Kleber an ein Streichholz.
     Steckt dieses Streichholz an die Spitze des gefalteten Buchkegels und ihr habt euren Weihnachtsbaum.

5.  Für den Engel benötigt ihr den gleichen Körper.
Anstelle des Sterns benötigt ihr jedoch Flügel.

      Dazu faltet ihr zwei Buchseiten ziehharmonikaartig.
An einer Seite  klebt ihr diese zusammen.
Lasst den Kleber gut trocknen. Dann klebt legt ihr die dünnen Enden beider Flügel übereinander.
Befestigt diese auf dem Buchkegel und positioniert darauf den Kopf, der beispielsweise eine Holzkugel sein kann.
Reicht euch die Befestigung Kleber nicht, könnt ihr Flügel und Kopf auch mit einem Streichholz verbinden
und sie dann mit dem Körper verbinden.

Die Flügel breitet ihr dann so aus, dass ihr die unteren Enden mit Kleber an dem Körper fixieren könnt.

6. Auch Engel zum Anhängen lassen sich leicht herstellen.
Faltet dazu zwei Buchseiten ziehharmonikaartig.
Knickt das obere Drittel beider Seiten um, sodass Rock und Oberkörper der Engel entstehen.

 

Legt einen Faden zwischen beide Buchseiten und klebt die beiden “Rockteile” der Figuren mit dem Faden in der Mitte zusammen.
Lasst dies gut trocknen. Breitet dann auch bei diesem Engel die Flügel so aus,
dass ihr sie am unteren Ende mit dem Rock verbinden könnt.

Nun könnt ihr auf den Faden den Kopf auffädeln, der sich also an die Flügel anschließt.

 

7. Nun habt ihr die Grundkörper aller Figuren hergestellt.
Fühlt euch frei und dekoriert sie nach euren Vorlieben.
Ihr könnt den Engeln Schleifen ankleben, ihr könnt sie mit roten, cremefarbenen
oder goldenen Bändern und Farben verzieren, ihr könnt sie mit Glitzer und Pailletten schmücken. 

Habt viel Spaß bei der Anfertigung dieser schönen Weihnachtsdekoration und verbringt eine tolle Weihnachtszeit! 

 

 

Jede Woche veröffentlichen wir hier ein Rezept, mit dem ihr euch an einem gemütlichen Herbsttag verwöhnen könnt. Guten Appetit also !

 

Das Freitagsatelier

Das Freitagsatelier - Weihnachtswichtel

 

Endlich ist es Dezember ! In dem Monat haben viele Menschen Spaß daran, ihr Zuhause mit Tannenbaum, Kerzen und Lichterketten auszustatten,
um eine gemütliche Weihnachtsatmosphäre zu schaffen. Auch wir haben eine tolle Weihnachtsdekoration selbst angefertigt, die vielleicht auch bei euch noch Platz hat.
Unsere niedlichen Weihnachtswichtel steigern die Vorfreude auf Heiligabend. 

Und wenn ihr herausfindet, woraus die Mützen unserer kleinen Dekorationsfiguren bestehen, werdet ihr überrascht sein…

Das benötigt man für unsere Weihnachtswichtel:

  • Eierkarton
  • rotes Papier
  • weiße Watte
  • Flüssigkleber
  • rote deckende Farbe
  • Pinsel
  • Schere oder Cuttermesser
  • dünnes Band
  • Bastelunterlage oder Zeitungspapier

 

 

Und so stellt ihr eure Wichtel her:

  1. Zuerst nehmt ihr den Eierkarton zur Hand. Davon schneidet ihr den mittigen Kegel,
    der sich zwischen den Mulden für die Eier befindet, aus.

2. Diesen malt ihr dann mit Pinsel und Farbe rot an.

    Lasst ihn gut trocknen.

3. Nun formt ihr aus der Watte eine Kugel und

    befestigt diese an der Öffnung des roten Kegels mit Flüssigkleber.

    

4. Für die rote Nase eures Wichtels stellt ihr eine weitere, aber viel kleinere Kugel aus Watte her.

    Diese umwickelt ihr mit rotem Papier.

    Befestigt das Papier mit Kleber an der Watte, sodass die Nase hält

    Diese könnt ihr dann auf den weißen Bart eures Wichtels aufkleben.

5. Nun fehlen noch Löcher an der Spitze des Hutes, um die Figur aufhängen zu können.

    Stecht den Eierkarton also an zwei gegenüberliegenden Seiten mit einer Schere, einem Cutter (nur etwas für Eltern! ) oder

   einem anderen spitzen Gegenstand ein.

   Fädelt durch die entstandenen Öffnungen etwas Band, das ihr dann zusammenbindet.

6. Zuletzt könnt ihr die Mütze mit einem Bommel an der Spitze schmücken.

    Dazu klebt ihr am oberen Ende des Kartons etwas weiße Watte an.

Nun müsst ihr nur noch einen tollen Platz für euren Wichtel finden, sodass jeder eure tolle Dekoration bestaunen kann

und die Weihnachtsstimmung in euer Zuhause einzieht.

 

Viel Spaß beim Nachbasteln!

    

Rezept der Woche

Jede Woche veröffentlichen wir hier ein Rezept, mit dem ihr euch an einem gemütlichen Herbsttag verwöhnen könnt. Guten Appetit also !

Atelier du vendredi

Das Freitagsatelier - Seife selbst machen

Wusstet ihr eigentlich wie leicht es ist, feste Seife selbst herzustellen? Ihr benötigt nur wenig Materialien, von denen ihr den Großteil sicher schon Zuhause habt. Die Herstellung nimmt nicht viel Zeit in Anspruch und Form, Farbe und Geruch könnt ihr ganz allein aussuchen. Wo Hände waschen gerade jetzt so wichtig ist, macht es gleich viel mehr Spaß, wenn man seine selbstgemachte Seife benutzen kann. Und vielleicht würde sich darüber ja auch der ein oder Andere zu Weihnachten freuen.

Für eure Knetseife benötigt ihr:

  • 2 EL Duschgel oder Flüssigseife
  • 2 EL Speiseöl
  • 4 EL Speisestärke
  • 1 Prise Salz
  • Lebensmittelfarbe
  • evtl. Lebensmittelglitzer
  • Nudelholz
  • Plätzchenausstecher
  • Backpapier

Und so macht ihr eure Seife:

  1. Verrührt die Stärke, das Salz, Öl und und das Duschgel miteinander bis eine homogene Masse entsteht.
    Fügt vorsichtig die Lebensmittelfarbe eurer Wahl hinzu, wenn ihr einen anderen Farbton als den eures Duschgels wünscht.
    Die Konsistenz der Masse sollte der von Knete ähneln. Formt die Seife also mit euren Händen. Ist sie zu klebrig, gebt mehr Stärke hinzu.
    Ist die Masse zu brüchig, fügt vorsichtig etwas Duschgel oder Seife hinzu.

 2. Nun bestäubt ihr eure Arbeitsfläche mit etwas Speisestärke. Die Masse, die ihr zu einer Kugel geformt habt, könnt ihr mit einem Nudelholz ausrollen.
Passt auf, dass die Masse nicht zu dünn wird, da später sonst die Seifenstücke Gefahr laufen, schnell zu zerbrechen. 

3. Mit den Plätzchenformen könnt ihr nun die Seifenstücke ausstechen.

4. Lasst die Seifenteile auf Backpapier trocknen. Wartet dafür mindestens einen Tag.
Wenn ihr wollt, könnt ihr sie danach auch mit Lebensmittelglitzer bestäuben.

 

Viel Spaß mit eurer ganz allein hergestellten Seife !

Rezept der Woche

Jede Woche veröffentlichen wir hier ein Rezept, mit dem ihr euch an einem gemütlichen Herbsttag verwöhnen könnt. Guten Appetit also !

Interview: Erinnerung an den Mauerfall und die deutsche Wiedervereinigung

Anlässlich des 30. Jahrestages der Wiedervereinigung Deutschlands berichten uns deutsche oder französische Personen des öffentlichen Lebens, wie sie den Mauerfall miterlebt haben.
Dazu hat auch die Direktorin des Institut allemand de politique étrangère (DGAP) einen Beitrag verfasst, in dem sie uns ihre Erinnerungen an das bedeutende historische Ereignis teilt.

Lesen Sie den beschriebenen Text hier.

Foto: Yanik Dumont Baron

Interview: Erinnerung an den Mauerfall und die deutsche Wiedervereinigung

Anlässlich des 30. Jahrestages der Wiedervereinigung Deutschlands berichten uns deutsche oder französische Personen des öffentlichen Lebens, wie sie den Mauerfall miterlebt haben.
Dazu hat auch der deutsche Autor Ingo Schulze einen zum Nachdenken anregenden Essay verfasst Dieser handelt von der unmittelbaren Entwicklung des wiedervereinigten Deutschlands, zeigt jedoch auch, welch große Bedeutung ebendieses historische Ereignis für die heutige deutsche Bevölkerung hat. Lesen Sie den beschriebenen Text hier.

Interview: Erinnerung an den Mauerfall und die deutsche Wiedervereinigung

Anlässlich des 30. Jahrestages der Wiedervereinigung Deutschlands berichten uns deutsche oder französische Personen des öffentlichen Lebens, wie sie den Mauerfall miterlebt haben.
Dazu hat auch die Comic-Autorin Zelba, also Wiebke Petersen, ein Video aufgenommen, in dem sie uns von den historischen Geschehnissen aus ihrer Perspektive erzählt.

Schauen Sie sich das Video hier an.

Atelier du vendredi

Das Freitagsatelier - Weihnachtskalender

Bald ist schon wieder Weihnachten. So begleitet uns jeden Dezember auch ein Adventskalender, durch den unsere Vorfreude auf Heiligabend Tag um Tag wächst.

Ihr habt noch keinen Kalender? Dann bastelt dieses Jahr doch selbst einen. Vielleicht würden sich ja auch Freunde oder Familienmitglieder über einen selbstgemachten Adventskalender freuen…

Das benötigt ihr für euren eigenen Adventskalender:

  • Geschenkpapier
  • Klebeband
  • eine dickere Schnur
  • Holzklammern
  • Kleinigkeiten zum Befüllen der Türchen
  • Filzstifte
  • Schere und Lineal

Und so bastelt ihr den Kalender:

  1. Zuerst stellen wir die einzelnen Täschchen des Kalenders her. Dazu schneidet ihr aus Geschenkpapier Quadrate aus.
    Je nach Inhalt kann die Größe variieren. Für eine mittelgroße Tüte könnt ihr in etwa die Seitenlänge von 16 cm abmessen.

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2.Dann faltet ihr diese Quadrate nach den Schritten, die ihr in der Fotoserie sehen könnt.
Nutzt für die Fixierung der Tütchen am besten breites Klebeband.

3. Nun könnt ihr auf die Tüten die Zahlen von 1 bis 24 schreiben.
Dekoriert sie auch gerne mit anderen Materialien, wenn ihr weitere Ideen habt.

4. Als nächstes könnt ihr die Tüten mit allem befüllen, was euch einfällt.
Vielleicht kommen ja in manche Täschchen sogar Zeichnungen, Gedichte oder Süßigkeiten…

Ist der Kalender für euch selbst gedacht, so lässt die Türchen am besten von jemand anderem füllen,
sodass ihr auch von dem Inhalt überrascht werdet.

5. Beinhalten alle Taschen eine Kleinigkeit, so könnt ihr diese schließen.
Knickt entweder den Rand um oder klebt die Öffnung zu. 

6. Befestigt diese entweder mit den Klammern an der Schnur.
Dazu könnt ihr die Päckchen mit den Nummern in richtiger Reihenfolge oder durcheinander anordnen. 

7. Hängt den Kalender nun wo ihr wollt auf...

Nun ist also nur noch Geduld gefragt, bis ihr das erste Türchen öffnen könnt und endlich seht,
was in eurem ganz eigenen Kalender auf euch wartet.

Wir wünschen euch viel Spaß mit eurem eigenen Adventskalender,
der die Weihnachtszeit nochmal um einiges verschönern wird!

 

Rezept der Woche

Jede Woche veröffentlichen wir hier ein Rezept, mit dem ihr euch an einem gemütlichen Herbsttag verwöhnen könnt. Guten Appetit also !

Atelier du vendredi

Das Freitagsatelier - Herbstliche Teelichter

Mit dem Herbst beginnt die Zeit im Jahr, in der es schon früh dunkel wird.
Was kann dann Zuhause also eine schönere Atmosphäre schaffen, als Kerzenlicht, das Gemütlichkeit im Handumdrehen zaubert.
Und noch viel besser ist, dass schöne Teelichter so leicht zu basteln sind.
Dazu braucht ihr nicht viel und der geringe Aufwand lohnt sich im Nachhinein umso mehr.

Das benötigt ihr also für herbstliche Teelichter:

  • saubere Einmachgläser
  • getrocknete Laubblätter
  • Papier
  • ein Pinsel
  • Flüssigkleber oder Leim
  • Bastelunterlage oder Zeitungspapier als Unterlage
  • Bast oder ein anderes Band
  • Teelichter

Und so verfahrt ihr:

  1. Habt ihr schöne Laubblätter gesammelt, müsst ihr diese zuerst trocknen. Dazu legt sie vorsichtig zwischen Papier und nutzt ein paar schwere Bücher, um sie auf die Laubblätter zu legen. So bleiben die Blätter glatt und werden haltbar gemacht.  Wartet mindestens zwei Tage bis ihr die Blätter für das Basteln verwendet. 

2. Dann reinigt ihr die Gläser, die ihr verwenden wollt, gründlich.
Nutzt dazu evtl. Alkohol (wo ja jeder heutzutage Desinfektionsmittel Zuhause hat), um sicher zu gehen, dass sie fettfrei sind.
Dann bestreicht ihr diese an den Stellen mit Kleber, wo ihr Laubblätter befestigen wollt.
Auch die Blätter bestreicht ihr vorsichtig mit etwas Kleber. Ordnet sie so auf den Gläsern an, wie ihr es schön findet.
Bedenkt dabei, dass durch eine dickere Schicht von Blättern später weniger Licht durch das Glas dringt.
Oft ist es schöner, wenn ab und zu auch freie Stellen gelassen werden, anstelle das gesamte Glas zu bekleben. 

3. Lasst den Kleber am besten über Nacht trocknen.
Dann könnt ihr um die Öffnung des Glases etwas Bast oder anderes Band wickeln.

4. Nun fehlt nur noch das Teelicht, das ihr in das Glas gebt. Zündet es an und lasst euch davon bezaubern,
wie schön eure selbst angefertigten Lichter strahlen.

Tipp:    Wenn ihr keine schönen Laubblätter findet oder andere Farben für die Verzierung haben wollt,
dann könnt ihr anstelle dessen auch Transparent- oder Krepppapier
nutzen.  

Rezept der Woche

Jede Woche veröffentlichen wir hier ein Rezept, mit dem ihr euch an einem gemütlichen Herbsttag verwöhnen könnt. Guten Appetit also !

Das Freitagsatelier

Bastelanleitung für eine Eulen-Laterne

Bald ist wieder der Sankt-Martin. Auch wenn ihr dieses Jahr vielleicht nicht in großer Gruppe an einem Laternenumzug teilnehmen könnt, müsst ihr nicht traurig sein. Lasst euch den Spaß nicht nehmen und bastelt eure eigene Laterne, singt die Lieder des Sankt-Martin und macht vielleicht mit eurer Familie und eurer Laterne einen Spaziergang! Auch danach sind solche Laternen eine tolle Dekoration für euer Zuhause.

Aber ihr habt noch gar keine Laterne? Dann bastelt sie euch doch ganz alleine! Wie wäre es zum Beispiel mit einer kleinen Eule, die euch bei eurem Spaziergang zum Sankt-Martin begleitet? Wir zeigen euch, wie ihr die anfertigen könnt.

Für die Eulen-Laterne benötigt ihr:

  • übliches Bastelmaterial (Bleistift, Lineal, Schere, Flüssigkleber, Bastelunterlage)
  • evtl. einen Cutter (den nutzen aber nur eure Eltern!)
  • Tonpapier, am besten in Brauntönen, weiß und gelb
  • Transparentpapier
  • einen Holzstock
  • dünnen Draht
  • einen schwarzen Filzstift
  • eine elektrische Kerze
  • etwas Pappkarton

Und so bastelt ihr die Laterne:

  1. Zuerst benötigen wir Schablonen. Da wir eine Eulenfigur auf jeder Seite der Laterne haben, benötigen wir alle Bestandteile zwei mal. So malt als erstes auf weißem Papier den Eulenkörper auf. Wichtig ist es, dass der Bauch zwei Umrandungen erhält. schneidet ihr die Schablone aus, so nutzt ihr bei dem Bauch der Eule die innere Linie als Orientierung. Fällt es euch schwer, die inneren Teile der Eule auszuschneiden, lasst euch von euren Eltern mit dem Cutter helfen. Diese Schablone nutzt ihr dann, um den Körper zweimal auf braunem Pappkarton zu übertragen und dann auszuschneiden.

    Um nun den leeren Bauch auszufüllen, muss auch das Transparentpapier in dieser Form ausgeschnitten werden. Dafür nutzt ihr ebenfalls die Schablone des Körpers und malt auf dem durchsichtigen Papier die äußere Umrandung des Bauches nach. Diese schneidet ihr dann aus.

 

   

         Um nun den leeren Bauch auszufüllen, muss auch das Transparentpapier in dieser Form ausgeschnitten werden. Dafür nutzt ihr ebenfalls die Schablone           des Körpers und malt auf dem durchsichtigen Papier die äußere Umrandung des Bauches nach. Diese schneidet ihr dann aus.

 

 

2. Dann fertigt ihr noch Schablonen für die Ohrenfedern und die Krallen an. Damit könnt ihr auf hellbraunem Tonpapier vier Exemplare beider Körperteile
anfertigen.

 

 

3. Für die Augen schneidet ihr aus weißem Papier jeweils vier große (Durchmesser ca. 6 cm) und kleine Kreise (Durchmesser ca. 2,5 cm) aus. Die Pupillen
malt ihr schwarz an und lasst hier nur eine kleine Stelle weiß. Klebt die kleinen auf die großen Kreise und die Augen sind bereit.

 

4. Nun fehlt nur noch der Schnabel. Dazu könnt ihr euch ebenfalls eine Schablone anfertigen. Beachtet hier auch, die Faltränder anzuzeichnen, die später bei
der Befestigung helfen. Fertigt damit 2 Schnäbel aus gelbem Pappkarton an. Denkt auch daran, die Nasenlöcher mit schwarzem Filzstift aufzumalen.

 

 

5. Haben wir nun alle einzelnen Bestandteile, können wir diese zusammenbauen. Klebt Federn, Krallen, Augen und Transparentpapier an. Vorsicht, der
Schnabel wird noch nicht angebracht, da dieser sonst wieder abfallen könnte.
     Nun solltet ihr zwei Eulenfiguren haben.

6. Um diese zu einer Laterne zusammenzubauen, benötigen wir ein weiteres Stück Tonpapier. Dieses sollte mindestens 30 cm lang sein. In der Breite muss es
ca. 11 cm betragen. Das liegt daran, dass die Laterne etwa 5cm breit ist, jedoch an jeder Seite 3 cm als Kleberand hinzugefügt werden. Diese werden
umgeknickt und in regelmäßigen Abständen eingeschnitten. So lässt sich diese Verbindung leichter an die Form der Eulen anpassen. An die umgeknickten
Ränder tragt ihr also Flüssigkleber auf und verbindet diese mit den Eulenkörpern.

 

 

7. Hält die Laterne und ist der Kleber getrocknet, so könnt ihr den Schnabel ankleben. Für die Befestigung der Kerze schneidet ihr etwas Pappkarton auf die
Größe der Laterne zu und befestigt daran mit etwas Kleber die Kerze. Diese könnt ihr dann in die Laterne einsetzen.

 

 

8. Mit etwas Draht könnt ihr eurer Laterne, die dazu vier kleine Löcher in Nähe der Ohren erhält, Henkel verleihen. Um den Holzstock wickelt ihr ebenfalls
etwas Draht, der um unteren Ende zu einem Haken geformt wird. So könnt ihr eure Laterne an den Henkeln aufhängen und sie ist bereit, mit euch den
Sankt-Martin zu feiern.

9. Verziert eure Laternen auch gerne mit noch mehr Farben und Dekomaterialien, damit sie ein echtes Unikat wird! Dazu könnt ihr Filzstifte, Glitzersteine,
Federn usw. benutzen.

Tipp: Das gleiche Laternenmodell könnt ihr auch mit anderen Tieren anfertigen. Wie wäre es beispielsweise mit einem Igel oder einem Hasen? Dazu nehmt ihr einfach die Umrisse dieser Figuren und macht die gleichen Arbeitsschritte, die beschrieben wurden.

 

Wir wünschen euch einen tollen Sankt-Martin!

 

 

Rezept der Woche

Jede Woche veröffentlichen wir hier ein Rezept, mit dem ihr euch an einem gemütlichen Herbsttag verwöhnen könnt. Guten Appetit also!

Das Freitagsatelier

Bastelanleitung für einen Drachen

Der Herbst ist da und so wird es auch windiger. Doch wird dadurch nicht nur die Natur bewegt, auch Drachen lieben es, sich vom Wind leiten zu lassen und durch die Landschaft zu fliegen. Warum bastelt ihr nicht auch mal selbst einen solchen Drachen !?

Dazu benötigt ihr:

  • 2 Holzstöcke mit unterschiedlicher Länge (z.B. einer 20 cm und einer 15 cm)
  • feste Schnur
  • Flüssigkleber
  • Transparentpapier
  • Tonpapier
  • Filzstifte
  • Schere, Bleistift, Lineal
  • evtl. weiteres Dekomaterial wie Federn, Glitzerstifte usw.

Und so bastelt ihr euren Drachen:

Der Drachen besteht aus 2 Teilen, dem Skelett und dem Körper.

  1. Zuerst kümmern wir uns also um das Skelett.
    Dazu legt ihr die beiden Stöcker aufeinander, sodass ein rechter Winkel entsteht.
    Seid ihr zufrieden mit der Anordnung der Stöcker, so bindet sie mit der Schnur zusammen. Zum festeren Halt könnt ihr diese zusätzlich mit Kleber befestigen.
    Für den Rahmen des Drachens verbindet auch die Stockenden mit der Schnur, die ihr dazu fest aufspannt.

2. Für den Körper schneidet ihr ein Rechteck aus dem Transparentpapier aus. Für Breite und Länge übernehmt ihr die Maße der Holzstöcke. Legt dieses
Rechteck auf das Skelett eures Drachens und markiert euch die Stellen, an denen die Stockenden auf das Papier treffen. Verbindet diese Stellen mit Bleistift
und Lineal und schneidet die entstandene Raute aus. Habt ihr Schwierigkeiten, die Kanten exakt auszuschneiden, plant einen breiteren Rand der Raute
ein, die ihr dann als ordentliche Falz umknickt und anklebt. Dies macht den Drachen auch stabiler.

 

3. Dann könnt ihr euren Drachen gestalten. Schneidet aus Tonpapier Augen, Nase, Zunge und was euch noch einfällt aus. Für die Augen könnt ihr auf Kreise
aus weißem Tonpapier mit schwarzem Filzstift die Pupillen malen.

 

 

4. Klebt diese Teile auf dem Drachen auf.
5.
Nun könnt ihr den Körper auf dem Skelett aufkleben.
6. Jetzt fehlt nur noch die Drachenleine. Dazu schneidet ihr euch ein Stück der schon vorher verwendeten Schnur ab, und knotet diese an das untere
Stockende des Drachens. Für Dekoschleifen an der Schnur schneidet ihr Rechtecke (ca. 10 cm x 7 cm) aus Tonpapier aus. Diese faltet ihr dann
ziehharmonika-artig und klebt die Mitten der Rechtecke zusammen. Bindet darum ein kleines Stück Schnur, was ihr dann an an großen Leine des Drachens
befestigt.

Wenn ihr wollt, könnt ihr euren Drachen auch mit anderen Materialien wie Federn und Glitzerstiften verzieren.

...und fertig ist euer Drachen!

Rezept der Woche

Jede Woche veröffentlichen wir hier ein Rezept, mit dem ihr euch an einem gemütlichen Herbsttag verwöhnen könnt. Guten Appetit also !

Das Freitagsatelier

Endlich ist es Herbst. Die Bäume verlieren ihre Blätter, buntes Laub schmückt die Plätze und auch Eicheln und Kastanien kann man überall finden. Aber was kann man denn damit machen?

 

Probiert es doch mal aus, Figuren mit diesen gesammelten Materialien zu basteln!

Dafür benötigt ihr nicht Viel, es macht einen großen Spaß und am Ende hat man tolle Herbstdekorationen für Zuhause.

Also fangen wir an!

 

Wir benötigen:

  • Kastanien, Eicheln, Tannenzapfen, Blätter (was ihr findet)
  • Streichhölzer oder Zahnstocher
  • Büroklammern oder ein anderer spitzer Gegenstand
  • Flüssigkleber
  • Filzstifte und Anderes zum Verzieren der Figuren (Wackelaugen, Glitzerstifte usw.)

Und so bastelt ihr die Figuren:

Die Körper der Figuren bestehen meistens hauptsächlich aus Kastanien.

In diese bohrt ihr mit einem spitzen Gegenstand Löcher, lasst euch dabei von euren Eltern helfen! Die Löcher müssen ausreichend groß für die Streichhölzer sein, die dann die einzelnen Kastanien miteinander verbinden. Diese können auch die Gliedmaßen darstellen.

Halten diese nicht ausreichend, könnt ihr die Streichhölzer auch mit Flüssigkleber befestigen.

Habt ihr den Körper zusammengebaut, beginnt danach das Dekorieren mit Blättern, Stiften und allem, worauf ihr Lust habt.

 

Bei den Figuren ist eure Kreativität gefragt. Versucht doch mal, eure Lieblingstiere oder sogar euch selbst zu bauen.

Wenn ihr Schwierigkeiten bei der Ideensuche habt, könnt ihr euch gerne von unseren Vorschlägen inspirieren lassen. So könnt ihr Eulen, Igel, Libellen und andere tolle Objekte ausprobieren.

 

Viel Spaß beim Nachbasteln!

Rezept der Woche

Jede Woche veröffentlichen wir hier ein Rezept, mit dem ihr euch an einem gemütlichen Herbsttag verwöhnen könnt. Guten Appetit also !

Die drei ??? Stimmen aus dem Nichts

Die drei ??? ist eine Jugendserie, die aus den Vereinigten Staaten stammt.

Alfred Hitchcock ist der Erzähler.

Seit dem Anfang dieser Serie in 1968 wurden in Deutschland mehr als 16,5 Millionen Bücher verkauft.

Die drei ??? ist ein Junior-Detektiv Team, das in Rocky Beach beheimatet ist, einer fiktiven Kalifornischen Küstenstadt, die zwischen Los Angeles und Santa Barbara liegt.

Ihre“Zentrale“ befindet sich am Rande des Schrottplatzes von Onkel Titus Jonas. Das Detektiv Team besteht aus drei Detektiven; Justus Jonas: der erste Detektiv, Peter Shaw: der zweite Detektiv und Bob Andrews: der dritte Detektiv, Recherchen und Archiv.

Stimmen aus dem nichts erzählt Mrs Holligans Geschichte.

Mrs Holligan war an ihren Geburtstag am Kartoffel schälen als ihr Telefon klingelte, sie war sicher, dass es ihre Freundin aus Boston sein würde, um ihr zu gratulieren.

Zuerst hörte sie nur Rauschen, doch das ist bei Ferngeschpraechen aus Boston nichts Ungewöhnliches. Sie klemmte sich den Hörer zwischen Ohr und Schulter, um weiter Kartoffeln schälen zu können da drang plötzlich ihre Schwester Stimme aus dem Hörer und flüsterte eindringlich: „ich hasse dich und werde keine Ruhe geben, bis du das zeitliche gesegnet hast“. Sie hatte sich vor schreck mit dem Messer in den Finger geschnitten

Ihre Schwester zischte „du wirst bitterlich bluten“ dann lachte sie hämisch und die Verbindung wurde unterbrochen.

Die Sache hat nur einen kleinen Haken, Ihre Schwester war schon drei Monate bevor das Telefonat tot.

Filmempfehlung: "Willkommen bei den Hartmanns"

« Willkommen bei den Hartmanns » ist eine deutsche Komödie vom Regisseur Simon Verhoeven, die 2016 in die Kinos kam. Sie handelt von einer in München ansässigen Familie, die einen nigerianischen Flüchtling namens Diallo bei sich zuhause aufnehmen möchte. Dieser lernt dank ihnen nicht nur mehr über die deutsche Gesellschaft, sondern findet auch Freunde in den Familienmitgliedern, während er sich dem Rassismus der Nachbarn, Freunde und der Bürokratie stellen muss, da diese in Diallo einen „radikalen Islamisten“ sehen.

Der Film behandelt die “Flüchtlingskrise“ in Deutschland in Form einer Komödie und konfrontiert somit couragiert die aktuelle politische Lage in Deutschland, die rassistische Stimmen und Sorgen um Terror lauter werden lässt. Ein sozialer und politischer Konflikt, der das Land momentan in zwei unversöhnliche Lager, Befürworter und Gegner von Angela Merkels Einwanderungspolitik, aufsplittet.

Diallo, der im Laufe des Films immer mehr mit der rassistischen Einstellung seines Umfelds zu kämpfen hat, erlebt derweil die Beziehungsprobleme der Eltern der Familie, die Probleme der Tochter mit ihrem Studium und ein Burnout ihres Sohnes mit. Während er versucht hinter die Funktionsweise der deutschen Gesellschaft zu kommen, erreicht Diallo eine Wandlung in der Familie und hilft ihnen somit bei dem Lösen ihrer Probleme, wodurch er Emotionen in die Komödie bringt.

Ein interessanter Film, der eine wichtige Thematik behandelt und seine Zuschauer die aktuelle Europapolitik entdecken lässt, weswegen man ihn auf jeden Fall gesehen haben sollte.

Von Raphaela Green,
ins Deutsche übersetzt von Klara Rüsing

Der Besuch der Alten Dame, Dürrenmatt

      Heute sprechen wir über Friedrich Dürrenmatt und insbesondere über eines seiner berühmten Bücher : Der Besuch der Alten Dame.

Wer ist Friedrich Dürrenmatt?

      Friedrich Dürrenmatt würde am 5. Januar 1921 geboren. Er hat seine ersten Kindheitsjahre in Konolfingen verbracht. Danach ist seine Familie in die Schweiz, nach Bern gezogen.

Dürrenmatt hat im Jahr 1941 sein Studium begonnen. Er studierte 2 Semester lang Naturwissenschaft in Zürich. Er interessierte sich aber auch sehr für die Philosophie. Im Jahre 1946 heiratete er die Schauspielerin Lotti Geißler. Mit ihr bekam er drei Kinder: Peter (geboren im Jahr 1947), Barbara (geboren im Jahr 1949) und Ruth (geboren im Jahr 1951). Lotti Geißler starb leider 40 Jahren später, weshalb Dürrematt wenig später ein zweites Mal heiratete. Seine
zweite Frau hieß Charlotte Kerr.

Am 14. Dezember 1990 starb der Schriftsteller in Neuenburg. Er wurde 69 Jahre alt. Seitdem gibt es ein Dürrenmatt Zentrum, ehemals Dürrenmatts Haus, wo sich Besucher über den verstorbenen Schriftsteller informieren können.

Was hat er geschrieben?

Sein erstes Buch hat Dürrenmatt mit 24 Jahren geschrieben. Es war ein Theaterstück, dessen Name Es steht geschrieben war. Die berühmtesten Bücher des Schriftstellers sind:

- Es steht geschrieben, 1947 (es ist ein Theaterstück)
- Die Ehe des Herrn Mississippi, 1952 (es ist ein Theaterstück)
- Die Panne, 1957 (es ist einen Roman)
- Die Physiker, 1962 (es ist ein Theaterstück)

Und natürlich Der Besuch der alten Dame.

Eine kurze Zusammenfassung

Die Geschichte findet in der kleinen Stadt Güllen statt. Diese Stadt ist sehr arm und die Bürger sind hoffnungslos. Aber sie erfahren gleich, dass die berühmte Milliardärin Claire Zachanassian ihres Heimatdorf Güllen besuchen wird. Jetzt sind die Bürger gespannt. Ihr Ziel ist, dass Claire ihnen Geld gibt. Um dieses Ziel zu erreichen, wollen sie Alfred Ill, der beliebteste Bürger des Dorfes, benutzen. Dieser Mann war früher tatsächlich der Geliebte der Milliardärin. Er muss mit ihr sprechen und ihre alte Beziehung benutzen, um sie überzuzeugen, dem Dorf Geld zu geben.

Alfred Ill war aber nicht der perfekt Geliebte. Jahren früher hat er Claire verlassen, als sie ihm gesagt hat, dass sie ein Kind von ihm erwarte. Seitdem will die Milliardärin ihre Rache. Sie macht der Stadt einen Vorschlag. Sie gibt den Bürgern eine Milliarde, wenn sie Alfred III töten. Am Anfang sind die Bürger nicht einverstanden: Ein Mann ermorden nur um Geld zu bekommen ist undenklich. Man sollte aber nie der Macht des Geldes unterschätzen…

Analyse

Dürrenmatt beobachtet die Menschlichkeit, um ihre Nachteile zu zeigen. In diesem Buch sieht man die Macht des Geldes. Die Bürger von Güllen waren am Anfang nicht böse. Sie waren arm, aber sie hatten trotzdem ihre Ehre. Niemals hätten sie ein Mann getötet, um Geld zu bekommen! Aber danach kam diese Zachanassian. Sie ist fies, alt und denkt, dass es kein Gutes in der Menschlichkeit gibt. Sie ist aber reich. Und sie kann den Bürger das benötigte Geld geben. Diese Bürger sehen aber nicht, dass ihr Vorschlag wie Gift ist. Sie macht sie böser und weniger menschlich.
Am Ende werden sie sogar Alfred Ill töten.

Schließlich ist Alfred Ill der einzige, der sich entwickelt. Er entschuldigt sich für das, was er früher getan hat und akzeptiert seine Bestrafung. Er ist der wahre Held der Geschichte.

von Maïlys Bachellerie

 

Rückblickend auf die Konferenz ,,Emmanuel Macron und die Neubelebung Europas – deutsche und französische Vorschläge"

Herr Ménudier eröffnete die Konferenz, indem er auf ein wesentliches Paradox einging:

Zu Beginn wurde die aktuelle europäische Zusammenarbeit in Frage gestellt, wobei Emmanuel Macron einen wichtigen Akzent seiner internationalen Politik auf die Neubelebung der Beziehungen Frankreichs mit Deutschland und Europa zu setzen plant. Da Deutschland jedoch momentan in einer innerpolitischen Krise, ausgelöst durch seine Probleme mit der aktuellen Regierungsbildung nach der Bundestagswahl im September 2017 steckt, hat Macron von eben diesem wichtigen Partner Frankreichs noch keine Antwort auf seine neuen Pläne erhalten. Es sollte an diesem Punkt daran erinnert werden, dass die Idee der deutsch-französischen Freundschaft mit Hinsicht auf die gemeinsame Vergangenheit der beiden Nationen eine recht neue ihrer Art ist. So verbrachten Deutschland und Frankreich seit dem Ausbruch des Deutsch-Französischen Kriegs im Jahre 1870 eine Episode von Kriegen und politischen Konflikten, die 75 Jahre andauerte und seit 1945 von einem Frieden abgelöst wurde, der inzwischen 73 Jahre alt ist. Diese politische Ausgeglichenheit erscheint in politischer Hinsicht jedoch nach wie vor unbeständig. So scheint das Ausbrechen eines Krieges in Europa gar nicht so fern, wenn man die heiklen politischen Situationen in anderen europäischen Ländern betrachtet. Nicht umsonst stehen Probleme wie die Einwanderungswelle oder der Streit um den rechtmäßigen Anspruch auf die Insel Krim zwischen Russland und der Ukraine im Mittelpunkt der europäischen Sorgen. Doch wieso entschieden sich Deutschland und Frankreich nach dem Ende des zweiten Weltkrieges, das Kriegsbeil zu begraben und stattdessen eine Freundschaft, die heutzutage so bekannte „Deutsch-Französische Freundschaft“, einzugehen? Grund dafür war zum einen das tiefe Engagement einiger Bürger auf beiden Seiten, die für eine Zusammenarbeit der Nachbarländer einstanden, zum anderen der Kalte Krieg zu dessen Zeit die Kommunisten immer mehr Macht gewannen. Ihr Einfluss als stärkste Partei in Frankreich und Italien bedrohte den amerikanischen Präsidenten Truman, der sich für einen gemeinsamen Kampf gegen die Kommunisten einsetzte, für den sich folglich auch Deutschland und Frankreich zusammentaten. Im Jahre 1949 ist die Bundesrepublik Deutschland aus den Besatzungszonen von drei der vier Siegermächte, den USA, Großbritannien und Frankreich, entstanden. Mit ihrer verstärkten Orientierung Richtung Westeuropa versuchte die Bundesrepublik den Einfluss der Kommunisten, die in Osteuropa an der Macht waren, einzuschränken. Der wahre Wendepunkt der deutsch-französischen Beziehungen fand jedoch am 9. Mai 1950 statt, als der französische Außenminister den Vorschlag machte, eine europäische Organisation, die mit der Aufgabe betraut sein sollte die deutsche und französische Stahl- und Eichenindustrie zusammenzulegen ins Leben zu rufen. Dies führte zum Vertrag von Paris, der die Grundlage für die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl zwischen sechs europäischen Nationen bildete und am 18. April 1951 unterschrieben wurde. Diese Erklärung wird jedes Jahr am 9. Mai gefeiert.

Die damaligen Staatsoberhäupter von Deutschland und Frankreich, Konrad Adenauer und Charles de Gaulle, trafen sich zum ersten Mal im September 1958 und einigten sich darauf derartige Treffen zusammen mit ihren Ministern in Zukunft regelmäßiger abzuhalten. Auf diese Weise wollten sie einen laufenden Austausch zwischen den repräsentativen Politkern beider Länder erschaffen, um sich gegenseitig über ihre Aktivitäten in den Bereichen Kultur, Ökonomie und Militär auszutauschen und zu informieren.

Im Zuge der Unterzeichnung des Elysée-Vertrags im Jahr 1963 entstand zudem das Deutsch-Französische Jugendwerk, welches sich wie keine andere Organisation in Europa stets sehr engagiert für die Jugendlichen beider Länder einsetzt und somit eine der Schlüsselfiguren in der Repräsentation einer europäischen Gemeinschaft darstellt. Darüber hinaus haben sich nicht nur 3000 französische Firmen in Deutschland, sondern auch 4000 deutsche Firmen in Frankreich niedergelassen und Fuß gefasst. So möchte das Deutsch-Französische Jugendwerk darauf aufmerksam machen, welche Perspektiven das Erlernen der Partnersprache in der Berufswelt schaffen kann, und unterstützen dies mit ihrem Angebot an Partnerschaften und sprachlichen Austäuschen zwischen den beiden Ländern. Ziel ist es, jedem Studenten und Schüler in Europa die Möglichkeit zu eröffnen, einen Teil seines Studiums oder seiner Schulausbildung im Ausland zu verbringen. In diesem Sinne wurden zahlreiche Institutionen ins Leben gerufen, wie zum Beispiel das Institut Français in Deutschland und das Goethe-Institut in Frankreich, oder das Deutsch-Französische Abitur, auch Abibac genannt, das in beiden Ländern an speziellen Schulen erworben werden kann. Das Konstrukt der Europäischen Gemeinschaft hat sich in der Zwischenzeit zu einem wahren Erfolg entwickelt. Aus den 6 Mitgliedsstaaten hat sich inzwischen die Europäische Union, kurz genannt « EU », mit 28 Mitgliedsstaaten, die einen gemeinsamen Markt und gleiche Wertvorstellungen teilen, entwickelt. Nebenbei finden jedoch auch noch Verhandlungen mit weiteren Staaten, die der EU beitreten möchten statt. Daher war der Brexit zwar eine Enttäuschung, jedoch nicht maßgeblich für den Erfolg der EU. Es entstehen gleichwohl mehr und mehr Bedrohungen für die die EU: Die Wirtschaftskrise von 2007 bis 2008 zog einige wirtschaftliche Folgen mit sich, die bis heute noch nicht komplett behoben werden konnten.

 - Der Entschluss Großbritanniens aus der Europäischen Union auszutreten.

- Die amerikanische Außenpolitik unter dem neuen Präsidenten Donald Trump stellt sich als risikohaft heraus.

- In den letzten Jahren wurde ein zunehmender Anstieg an rechtsextremen Parteien in ganz Europa verzeichnet.

- Das Weimarer Dreieck aus Frankreich, Deutschland und Polen verliert an Ausgeglichenheit und Elan.

- Die Terrorgefahr ist sowohl im Inland als auch im Ausland zu spüren.

- Ein Krieg treibt in der Ukraine sein Unwesen, während sich Russland nicht an die beschlossenen Abmachungen mit Europa zuhalten pflegt.

Hinzu kommt eine Vielzahl an sozialen, ökonomischen, politischen und religiösen Konflikten im Mittelmeerraum.

In diesem Sinne hat sich Frankreichs Präsident Emmanuel Macron zum Ziel gemacht, die deutsch-französische und europäische Zusammenarbeit, die in seinen Augen noch zu kleingeistig arbeitet, mit seinen Ideen voranzutreiben. So wünscht er sich eine strukturiertere Koordination in allen Bereichen, eine großzügigere Offenheit gegenüber dem Rest der Welt, eine Verstärkung des Vertrauens zwischen Deutschland und Frankreich, wie auch eine Ablehnung des Nationalsozialismus. Dafür wünscht sich Macron ein vereintes und demokratischeres Europa, das zudem mehr in die Verteidigung und militärische Zusammenarbeit im Kampf gegen den Terrorismus und Grenzkontrollen investiert.

Des Weiteren möchte er die deutsch-französische Zusammenarbeit mit Hinsicht auf die Wirtschaft, einer besser organisierten Eurozone, sowie Bildung und Kultur verstärken und enger aneinanderbinden, und dabei auch die Anstrengungen sämtlicher EU-Mitgliedsstaaten diesbezüglich erhöhen und fordern. Insofern unterscheidet sich der Präsident Macron maßgeblich von seinen zwei Vorgängern Sarkozy und Hollande da für ihn Lage und Zukunft der Europäischen Union an vorderster Stelle stehen.  Somit ist die deutsch-französische Zusammenarbeit ein bedeutsamer Faktor, und an die beiden Länder gelten als Hoffnungsträger für die EU.

 

 

60. Jahrestag der Partnerschaft Aix-Marseille Université - Eberhard Karls Universität de Tübingen

Der Deutsch-Französische Tag 2018

22. Januar 2018 Der Regenbogenfisch - école maternelle Alphonse Daudet - Aix-en-Provence

Der Deutsch-Französische Tag 2018

Deutschland und Frankeich – zwei Länder, die nicht einfach nur eine gemeinsame Ländergrenze verbindet, sondern auch ein, seit über einem halben Jahrhundert bestehender, Freundschaftsvertrag, auch bekannt als Elysée-Vertrag. Eben dieser wurde am 22. Januar 1963 im Pariser Elysée-Palast von dem französischen Präsidenten Charles De Gaulles und dem deutschen Bundeskanzler Konrad Adenauer unterzeichnet und bildet seitdem eine feste Grundlage für die enge deutsch-französische Zusammenarbeit in Feldern wie Politik, Kultur, Bildung und ähnlichem.

Im Rahmen des 40. Jahrestags der deutsch-französischen Freundschaft entschlossen sich Jaques Chirac und Gerhard Schröder 2003 einen Deutsch-Französischen Tag ins Leben zu rufen, der nun seitdem jedes Jahr auf beiden Seiten der Landesgrenze in Form einer deutsch-französischen Woche mit vielen kulturellen, aber auch politischen und künstlerischen Veranstaltungen gefeiert wird. Ziel dieses Tages ist es an die deutsch-französische Freundschaft und ihren Ursprung zu erinnern und dabei besonders die Jugend anzusprechen und für das Nachbarland zu öffnen um die fortbestehende Grundlage eines aktiven Austausches weiterhin anzuregen und zu schaffen.

In der gemeinsamen Erklärung, aufgesetzt und unterzeichnet von beiden Regierungen, wird dies im Artikel 16 weiter ausgeführt:

 „Wir erklären den 22. Januar zum ‚Deutsch-Französischen Tag‘. Wir wünschen, dass dieser Tag künftig in allen Einrichtungen unserer Bildungssysteme der Darstellung unserer bilateralen Beziehungen, der Werbung für die Partnersprache und der Informationen über die Austausch- und Begegnungsprogramme, sowie über die Möglichkeiten des Studiums und der Beschäftigung im Partnerland gewidmet wird.“

So steht der 22. Januar seit 2003 unter einem bestimmten Motto, wie zum Beispiel „Förderung der Partnersprache“ im Jahr 2004 oder „Franzosen und Deutsche: einmal Freunde, immer Freunde“ im Jahr 2016. Das Deutsch-Französische Jugendwerk, dem 2007 die Durchführung der Feierlichkeiten in Zusammenarbeit mit dem französischen Bildungsministerium übertragen wurde, ruft in diesem Sinne jedes Jahr dazu auf kreative Projekte, die den Austausch zwischen beiden Ländern fördern, einzureichen. Dabei ist den Veranstaltern jeglicher Freiraum bei der Realisation ihres Projektes gegeben, ob es sich nun um ein Konzert, eine Zirkus- oder Theateraufführung, eine Kunstausstellung, eine Konferenz, einen Kochkurs, ein Speed-Dating oder ähnliches handelt, solange die Sprache und Kultur des Nachbarlandes im Vordergrund steht. In diesem Sinne wurden im Rahmen des Deutsch-Französischen Tages 2017 circa 150 Veranstaltungen vom DFJW unterstützt.

In diesem Sinne bietet auch das Centre Franco-Allemand de Provence Veranstaltungen, die unter dem Motto des Deutsch-Französischen Tages stehen an. Dazu gehört zum Beispiel die Konferenz mit Henri Ménudier, Professor an der Sciences Po Paris, unter dem Titel „Emmanuel Macron und die Neubelebung Europas – Französische und deutsche Vorschläge“, die am Donnerstag, dem 18. Januar um 18:30 Uhr im Rathaus von Aix-en-Provence stattfindet.

Des Weiteren geht das Centre Franco-Allemand de Provence zusammen mit der Mobiklasse-Lektorin wieder in die Vorschulen von Aix-en-Provence, wie es bereits im letzten Jahr realisierst wurde. Hierbei liegt der Schwerpunkt auf Vorschulen in sozial gemischten Vierteln um Kindern, die eher weniger Zugang zu anderen Kulturen bekommen, einen Einblick in die deutsche Kultur und deren Verbindung mit der französischen zu ermöglichen. So erhalten die Schüler nach einem kleinen deutschen Frühstück eine Intervention mit Spielen und Bastelaufgaben, die sich entweder auf das Thema „Der Regenbogenfisch“ oder auf das Thema „Die Bremer Stadtmusikanten“ beziehen werden. Unterstützt wird dies vom Deutsch-Französischen Jugendwerk, welches kleine Geschenke und Broschüren für die Kinder zur Verfügung stellt.

 

Klara Rüsing

 

Krieg und Frieden im Kontext des Ersten Weltkriegs. Vom Schützengraben hin zu einem vereinten Europa

Die 2014 begonnene Auseinandersetzung zum Thema 1. Weltkrieg in Form eines Geschichtswettbewerbs, wie in den Jahren 2014/15 („Europa auf dem Schlachtfeld – was bleibt uns vom ersten Weltkrieg?“) und 2015/16 („Verdun – Eine Erinnerung?“), wird nun auch im Schuljahr 2017/18 unter dem Thema „Vom Schützengraben hin zu einem vereinten Europa“ fortgesetzt.

Organisiert wird das Projekt vom EUSTORY-Netzwerk in Kooperation mit der Fédération des Maisons Franco-Allemandes, der Mission du centenaire de la Première Guerre mondiale, dem Konsortium deutsch-französischer Institutionen, den französischen Geschichtsverband, dem Deutsch-Französischen Jugendwerk und dem Goethe Institut.

Bei dem Wettbewerb handelt es sich um einen Geschichtswettbewerb an den Schüler und Schülerinnen jeglicher Schulformen von der 8. bis zur 12. bzw. 13. Klasse in Frankreich und Deutschland teilnehmen können und dessen Preisträger an den History Camps der Körber-Stiftung teilnehmen können.

Die Aufgabe der Schüler besteht darin sich mit Friedensvorstellungen vor, während und nach dem zweiten Weltkrieg zu befassen, indem sie sich mit Quellen befassen und aktuelle Fragen zum Frieden in Europa mit einbeziehen. Dabei haben sie die Möglichkeit mit französischen Partnern, wie zum Beispiel einer französischen Partnerklasse, zusammen zu arbeiten, was allerdings nicht erforderlich für das Einreichen eines Beitrags ist. Des Weiteren steht es den Schülern frei ob sie ihre Beiträge in Einzel- oder Gruppenarbeit bzw. als Klassenprojekt erarbeiten wollen, ebenso wie das dabei verwendete Medium (Radio, Blog, Film, Collage usw..). Dies darf ebenfalls in Zusammenarbeit mit Geschichts-, Musik-, Kunst- oder Sprachlehrern erfolgen. Die Beiträge müssen bis zum 25. März eingereicht werden und werden im Folgenden von einer deutsch-französischen Jury bewertet, wobei die besten mit Preisen wie die bereits oben erwähnten History Camps prämiert werden.

Im Sinne des Wettbewerbs ist nicht nur das Erfassen der besten Beiträge, sondern auch das Verfolgen verschiedener pädagogischer Ziele. So soll er die Schüler dazu anregen sich mit der lokalen und der Familiengeschichte auseinanderzusetzen und ein Verständnis für geschichtliche Zusammenhänge zu entwickeln, aber sie auch zum Recherchieren und Entdecken einladen, indem sie mit unterschiedlichen Quellen wie Archiven, Befragungen ihres familiären Umfelds, und historischen Gebäuden, Denkmälern, Museen und ähnlichem in ihrem Umfeld arbeiten. Außerdem sind neben den Schülern auch die Lehrer zum informellen Austauschen eingeladen, wenn sie Projekte in Partnerarbeit mit französische bzw. deutschen Klassen durchführen.

Das EUSTORY-Netzwerk, das, wie bereits oben erwähnt, für die Durchführung des Geschichtswettbewerbs zuständig ist, ist ein informelles Netzwerk von zivilgesellschaftlichen Organisationen aus über 20 Ländern Europas, die nationale Geschichtswettbewerbe ausrichten. Es wurde 2001 von der Körber-Stiftung ins Leben gerufen und dient dazu die Notwendigkeit der kritischen und unabhängigen Beschäftigung mit der Vergangenheit im Hinblick auf eine gemeinsame europäische Zukunft zu unterstreichen.

Klara Rüsing

Schwerigkeiten der Regierungsbildung in Deutschland

Aus der deutschen Bundestagswahl im September 2017 ging die Union, gebildet aus CDU und CSU, als stärkste Partei heraus und entschloss sich zusammen mit den Parteien FDP und die Grünen eine Koalition einzugehen, um eine Mehrheit im Bundestag zu erzielen. Die Sondierungsgespräche, bei denen sich die 4 Parteien in ihren Regierungsplänen einigen sollten, haben am 18. Oktober begonnen und endeten am späten Abend des Sonntags, dem 19. November nach 4 Wochen. Beendend wurden diese von Seiten der FDP. In seiner Pressemeldung erklärt Christian Linder, FDP-Chef, den Abbruch der Gespräche, dass es seiner Partei nicht möglich sei, den „Geist des Sondierungspapiers“ zu verantworten und sie nicht bereit wären die Grundsätze der Partei und ihre Arbeit der letzten Jahre aufzugeben. Des Öfteren betonte er dabei: „Es ist besser nicht zu regieren, als schlecht zu regieren.“.

Bei den Sondierungsgesprächen wurden in den letzten Wochen mehrere große Themen besprochen, zu welchen der Solidaritätszuschlag, Abschiebung von Asyl-Bewerbern, der Verbrennungsmotor, aber auch Kohlekraftwerke gehörten. Während der Verhandlungen zum Thema Familiennachzug entschied sich dann die FDP diese auf weiteres zu beenden, wobei die Partei angibt, dass alle vier Verhandlungspartner einen Teil der Schuld tragen würden. Die Union und die Grünen bedauern ihrerseits den Abbruch der Sondierungsgespräche sehr, vor allem da beide angeben, dass sie sich auf dem richtigen Weg gefühlt haben und eine Einigung für möglich erachtetet haben.

Nun stellt sich allerdings die Frage wie es denn nun mit der deutschen Regierung weitergehen soll. Dies fragen sich nicht nur die deutschen Bürgerinnen und Bürger oder Politikerinnen und Politiker, sondern ganz Europa, das genau weiß, wie groß der Einfluss auf die Projekte Europas sein kann.

Da die FDP, auch nach dem Gespräch mit Frank-Walter Steinmeier, deutscher Bundespräsident, am Dienstagnachmittag, keine Chance zur Wiederaufnahme der Gespräche sieht, bleiben Deutschland drei Möglichkeiten einer Regierungsbildung, theoretisch gesehen, zumindest.

Große Koalition – Minderheitsregierung – Neuwahlen. Nur zu entscheiden ist nun, welcher dieser drei Wege der Richtige für Deutschland ist, wobei man allerdings auch nicht außer Acht lassen sollte, dass nicht jeder Weg gleich wahrscheinlich zu Stande kommt.

Als eine der Möglichkeiten würde sich die Große Koalition aus CDU/CSU und SPD anbieten, welche bereits die letzten zwei Legislaturperioden die Regierung gebildet hat. Wie wahrscheinlich ein Zustandekommen von Sondierungsgesprächen zwischen Union und SPD ist, lässt sich jedoch nicht so einfach beurteilen. Eine GroKo wurde von Seiten der SPD bereits direkt nach der Verkündigung der Wahlergebnisse am 24. September ausgeschlossen. Die SPD sei nicht länger bereit die Identität ihrer Partei in einer Koalition mit der Union zu verlieren und sieht ihren Platz für die nächste Legislaturperiode in der Opposition, um die eigene Mitte wieder zu finden. Auch nach dem Abbruch der Sondierungsgespräche der Jamaika–Koalition möchte die SPD nicht in die Rolle des Koalitionspartners einspringen. Martin Schulz, Parteivorsitzender der SPD, äußerte dazu, dass Merkel ihre Partner aussauge und am Ende als Gewinnerin hervorgehe. In Stein gemeißelt ist die Entscheidung der Partei allerdings noch nicht. So sind interne Parteigespräche für die letzte Novemberwoche angekündigt, bei denen ein mögliches Aufnehmen von Sondierungsgesprächen noch einmal besprochen werden soll. Über die Wahrscheinlichkeit des Eintritts einer Großen Koalition ist also noch nicht entschieden.

Eine Minderheitsregierung, welche die zweite Möglichkeit einer Regierungsbildung darstellt, könnte sich aus der Union und der FDP oder aus der Union und den Grünen zusammensetzen. Im ersten Fall würden der Koalition dann 29 Sitze und im zweiten Fall 42 Sitze zum Erhalt der Mehrheit im Bundestag fehlen, was bedeutet, dass die Regierung für jeden Beschluss im Bundestag auf Stimmen aus der Opposition angewiesen wäre. Wirklich begrüßt wird eine Minderheitsregierung allerdings von wenigen Politikern. So stellt Merkel zum Beispiel klar, dass sie sich eine stabile Regierung für Deutschland wünsche, was mit einer Minderheit als Regierung nicht unbedingt gegeben wäre. Aus diesem Grund erscheint es auch relativ unwahrscheinlich, dass sich die Union für die Bildung einer Minderheitsregierung mit einer anderen Partei entschließt.

Die dritte und letzte Möglichkeit besteht in den Neuwahlen, zu denen ein schwieriger und langer Weg führen würde. Von Seiten der Politiker gilt es auch die Realisierung dieser Option zu vermeiden und auch das deutsche Grundgesetz ist darauf ausgelegt Neuwahlen zu vermeiden. Frank-Walter Steinmeier, deutscher Bundespräsident, beruft sich dabei auf die Geschehnisse des Jahres 1930 in Weimar. Damals wurden frühe Neuwahlen herbeigeführt, die der NSDAP, die Partei von Adolf Hitler, zu einem enormen Gewinn an Sitzen im Parlament verhalf. Und dennoch sind die Neuwahlen ein Szenario dessen Eintrittswahrscheinlichkeit man nicht unterschätzen sollte, auch wenn, wie bereits erwähnt, noch viele Schritte zwischen unserem jetzigen Standpunkt und einer Durchführung von Neuwahlen stehen. Doch wie genau läuft das eigentlich ab?

Wenn die Gewinnerpartei der Bundestagswahlen innerhalb der 100 Tage unfähig war eine Regierung zu bilden, wird zu allererst die Kanzlerwahl, die auf dem Artikel 63 des Grundgesetzes beruht, eingeleitet. Dabei ist es am Bundespräsidenten, in unserem Fall Frank-Walter Steinmeier, einen Kandidaten für das Kanzleramt vorzuschlagen. Dieser Kandidat muss dann mit über der Hälfte der Stimmen aus dem Bundestag gewählt werden, um Bundeskanzler zu werden. Wenn dies nicht gelingt, tritt die zweite Phase ein, in der der Bundestag zwei Wochen Zeit, hat um einen Kandidaten mit der absoluten Mehrheit zu erwählen. Dabei sind Anzahl der Wahlgänge und Kandidaten unbegrenzt, so kann der Bundestag aber auch zwei Wochen gar nichts tun und keine einzige Wahl durchführen. Falls es dem Bundestag nicht gelingt einen Kandidaten mit der absoluten Mehrheit zu bestimmen, wird eine weitere Wahl abgehalten, bei der ein Kandidat auch mit der relativen Mehrheit gewinnen kann, was bedeutet, dass derjenige mit den meisten Stimmen gewinnt. Dieser muss dann im Folgeschritt vom Bundespräsidenten ernannt werden, was wiederrum eine Minderheitsregierung bedeuten würden. Natürlich kann sich der Bundespräsident auch weigern den Kandidaten zu ernennen, womit dann die Neuwahlen ins Spiel kommen würden. An diesem Punkt wird nämlich der Bundestag vom Präsidenten aufgelöst und Neuwahlen haben innerhalb der nächsten 60 Tage stattzufinden.

Unabhängig von den Meinungen unserer Politiker im Bundestag, ist natürlich auch die Meinung der deutschen Bürger gefragt. Was wünscht sich Deutschland? Die deutsche Zeitung „Die Zeit“ hat dazu eine kleine Umfrage auf ihrer Internetseite durchgeführt, an der knapp 150 000 Leser teilgenommen haben. Dies ist natürlich nur ein kleiner Teil der deutschen Wählerschaft und dennoch spiegelt er die allgemeine Meinung recht gut wieder. In dieser Umfrage sprachen sich 36,7% für die Durchführung von Neuwahlen, 43,9% für das Einsetzen einer Minderheitsregierung und 19,4% für eine Regierungsbildung mit der Großen Koalition aus. In Umfragen weiterer deutscher Zeitungen wurden ähnliche Ergebnisse erzielt, wobei eine deutliche Zunahme an Stimmen für eine Minderheitsregierung oder eine Große Koalition seit Beginn der Woche zu verzeichnen ist. Immer mehr Bürger scheinen sich skeptisch mit dem Ansetzen von Neuwahlen auseinander zu setzen.

 

Die bevorstehenden Entscheidungen, die in Deutschland in Kürze getroffen werden, sind wichtig für die Zukunft der deutschen Politik, aber auch von Bedeutung für die Europäische Union und Deutschlands internationale Beziehungen. So hat vor allem auch der frisch gewählte französische Präsident Emanuel Macron unter den Verzögerungen der Regierungsbildung zu leiden, da er besonders auf die deutsche Zusammenarbeit, eine stabile Partnerin wie Angela Merkel, bei internationalen aber auch innenpolitischen Punkten seines Wahlprogramms und seiner geplanten Vorhaben, gezählt hatte. So drücken sich zum Beispiel Le Monde und der Figaro besorgt über die politische Situation auf der anderen Rheinseite aus. Eine Zeit des unstabilen politischen Umbruchs, ein Wechsel von den alteingesessen Partneien zu neuen, rechtspopulistischen, so wie es in Frankreich nach Sarkouzi und Hollande geschah, wird hierbei befürchtet, jedoch keineswegs gewünscht.

So wird Deutschland auch in der EU benötigt. Über die, für Dezember angesetzten EU-Reformen wie auch über den Umbau der Eurozone wird Deutschland kaum befinden können, was aber durchaus von Nöten wäre, wenn man fällige "Reparaturen" nicht bis zum äußersten ausreizen will. Demnach ist der Fortlauf einer aktiven EU-Politik seitens Deutschlands ein weiteres wichtiges Kriterium, dass bei Entscheidungen über weitere Schritte der Regierungsbildung mit einbezogen werden muss. Besonders, da dies nicht nur eine Rolle für Deutschland, sondern für Frankreich und ganz Europa spielt.

Ob sich die momentane Situation der deutschen Regierung wirklich zu einer Katastrophe beziehungsweise einem ernsthaften andauernden Problem entwickeln wird, kann sich nur in den nächsten Wochen herausstellen. Hierbei spielt die Entscheidung der SDP über ein Aufnehmen von Sondierungsgesprächen mit der Union eine interessante und entscheidende Rolle und wird in den nächsten Tagen erwartet.

 

Klara Rüsing

Die Neue Pinakothek, was ist das denn ?

Am Donnerstag, dem 2. November findet veranstalten wir in Kooperation mit dem Musée Granet eine Konferenz mit Joachim Kaak über die Neue Pinakothek in München in Form eines Vortrags zu Manet und den Vereinigten Staaten. Doch was ist eigentlich die Neue Pinakothek genau?

Die Neue Pinakothek, welche das erste Museum für zeitgenössische Kunst in Europa war, wurde von Ludwig I. gegründet, da dieser seine private Kunstsammlung der Öffentlichkeit zugänglich machen und gleichzeitig eine zusätzliche Ausstellungsfläche für die Münchener Schule schaffen wollte. Auf diese Weise sollte sie den Gegenpol zur ebenfalls von Ludwig I gegründeten Alten Pinakothek bilden, da in dieser hauptsächliche die Alten Meister zu finden waren. Nach ihrer Eröffnung am 25. Oktober 1853 lag der Schwerpunkt der Ausstellung für lange Zeit auf den Malern süddeutscher Schulen und Akademien und somit in den vertrauten Bahnen des Freistaats Bayern. Dies änderte sich zum ersten Mal im Jahre 1909, als Hugo von Tschudi als Generaldirektor der Münchner Staatsgemäldesammlung, zu der auch der Bestand der Neuen Pinakothek zählt, eingesetzt wurde und ein verstärktes Augenmerk auf die modernen französischen Künstler lenkte.

Im zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude der Neuen Pinakothek bei anglo-amerikanischen Bombardierungen stark beschädigt und im Jahre 1949 letztendlich abgerissen. Relativ parallel zur Neueröffnung der Neuen Pinakothek am 28. März 1981, wurde die Pinakothek der Moderne in München eröffnet. Da diese ab sofort für die zeitgenössische Kunst zuständig war, beging die Neue Pinakothek eine Neuausrichtung zur Malerei und Skulpturen aus dem facettenreichen 19. Jahrhundert. Inzwischen bildet sie somit das Bindeglied zwischen der Alten Pinakothek und der Pinakothek der Moderne und steht unter dem Motto << Von Goya bis van Gogh >>. Ihr Bestand, welcher über 6000 Werke umfasst, ist seit 1915 Teil der Bayerischen Staatsgemäldesammlung und bietet einen Überblick von Aufklärung bis zum Anbruch der Moderne. Im Rahmen des späten 18. und dem frühen 20. Jahrhunderts findet man in den Ausstellungsräumen Werke vieler berühmter Künstler wie Manet, Cézanne oder van Gogh, aber insgesamt Malerei und Skulpturen des Klassizismus, der Romantik, des Jugendstils und des Impressionismus.

Die Neue Pinakothek steht seit 2003 unter der Leitung von Dr. Joachim Kaak, welcher ebenfalls Referent für Malerei und Plastik von 1850 bis 1900 ist.

Klara Rüsing

 

 

Bundestagswahl 2017

Eine Angelegenheit, die nicht nur Deutschland, sondern auch uns und ganz Europa betrifft ist die bevorstehende Bundestagswahl in Deutschland am 24. September. Wie ihr vielleicht wisst, gibt es zwei Spitzenkandidaten, welche die zwei führenden Parteien in Deutschland vertreten. Da hätten wir einmal die amtierende Bundeskanzlerin Angela Merkel, welche der Union der CDU und der CSU angehört und der Überraschungskandidat Martin Schulz, zugehörig der SPD. Wir wissen nicht, inwiefern ihr bereits gut oder weniger gut über beide Kandidaten informiert seid, also hier ein paar Infos zu Frau Merkel und Herrn Schulz:

Angela Merkel übt das Amt der Bundeskanzlerin jetzt nun schon seit 12 Jahren aus, womit sie zu einem geringen Anteil der bisherigen deutschen Bundeskanzler gehört. In diesen 12 Jahren hatte sie auf jeden Fall genug Zeit und Gelegenheiten wichtige und bereichernde Erfahrungen zu sammeln. Diese würden ihr auch in der nächsten Amtsperiode, in der alles noch komplizierter zu werden scheint, sehr nützlich sein und werden deshalb vom deutschen Volk besonders geschätzt. Darin findet sich auch einer ihrer größten Vorteile gegenüber Martin Schulz, der bisher nur eine einzige Führungs- bzw. Regierungsposition aufweisen kann, nämlich das Bürgermeisteramt in Würselen. Dazu kommt noch, dass es Deutschland momentan gut geht. Die gute wirtschaftliche Entwicklung, die sich seit Merkels Amtsantritt verzeichnen lässt, und die Krisenstimmung, welche momentan auf der internationalen Ebene der Politik herrscht, stärken Merkel die Seite. Mit ihrem hohen Ansehen auf internationaler Ebene und der Tatsache, dass Menschen in Krisenzeiten eher am Bestehenden festhalten, verschafft sie sich bei den Wählern ein großes Plus, denn wer weiß nicht gerne, was man davon hat, wenn man sich für etwas entscheidet? Doch sollte man Martin Schulz keineswegs als Gegner unterschätzen. Er präsentiert sich nicht nur als “Mann des Volkes“, sondern ist auch noch ein guter Rhetoriker, der genau weiß, wie er seine Zuhörer bewegen und begeistern kann. Durch sein Dasein als ehemaliger Alkoholiker und Arbeitsloser sammelt er nicht nur viele Sympathiepunkte, sondern vermittelt zudem den Eindruck aus Wählerperspektive als Bundeskanzler agieren zu können. Des Weiteren gilt Schulz als unverbraucht. Von ihm wird erwartet, dass er frischen Wind in die SPD und die Bundespolitik bringt.  Dabei wird er mit voller Kraft von seiner Partei unterstützt, woran es Merkel momentan eher mangelt.

So hat jeder der beiden Kandidaten seine Vorteile gegenüber dem anderen, aber auch ein paar Angelegenheiten, die ihm zur Gefahr werden könnte. Bei Merkel handelt es sich hierbei um den schon erwähnten bröckelnden Rückhalt der Partei, aber auch um ihre Flüchtlingspolitik, durch welche sie viele konservativere Wähler verloren hat, ihr mangelndes Redetalent und der Ermüdungseffekt, der nach 12 Jahren Amtszeit eintreten könnte. Schulz hingegen könnte sein Einstehen für ein bürgerfernes und elitäres Europa zum Hindernis werden, da dem viel Ablehnung begegnet. Außerdem hat die SPD kaum Machtoptionen, wenn sie nicht als stärkste Partei aus der Wahl hervorgeht, und Abgrenzungsproblem seitdem die CDU unter Merkel wieder weiter nach links gerückt ist.

Es gibt durchaus noch viel mehr Vergleichspunkte, doch sollte das erst einmal genügen um euch einen gewissen Vorgeschmack auf die Bundestagswahl 2017 zugeben.

 

Wir hoffen, ihr seid genauso gespannt auf das Ergebnis des kommenden Sonntags!

Von Klara Rüsing

 

 

 

Haben Sie diesen Monat Lust auf einen Roadmovie aus dem Jahr 2000? Dann sehen Sie sich Im Juli unter der Regie von Fatih Akin an.

Der angehende Lehrer Daniel (Moritz Bleibtreu) bekommt vonder Schmuckverkäuferin Juli (Christiane Paul) einen Ring mit einem Sonnensymbol, der ihm den Weg zu seiner großen Liebe weisen soll. Auf einer Party trifft Daniel auf die Türkin Melek (Idil Üner), die ein T-Shirt mit einer Sonne darauf trägt. In der Gewissheit, dass Melek seine Traumfrau ist, folgt Daniel ihr im Auto nach Istanbul. Auf dem Weg dahin nimmt er Juli als Anhalterin mit und ein turbulentes Abenteuer beginnt.

Im nachstehenden Link, können Sie sich den Trailer hier anschauen.

Interview mit dem Schriftsteller Uwe Timm

Im Rahmen der Veröffentlichung auf Französisch seines Romans "Vogelweide" (frz.: Le refuge aux oiseaux) hat der deutsche Bestsellerautor Uwe Timm eine Lesung in der Bibliothèque Méjanes in Aix abgehalten. Wir hatten dankenswerterweise die Möglichkeit ihm bei dieser Gelegenheit einige Fragen zu stellen. Das Interview (auf Deutsch mit französischer Übersetzung) finden Sie unter diesem Link: Interview (pdf)

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