Online: Zum 250. Geburtstag von Friedrich Hölderlin: Hörfilm: "Wem sonst als Dir"

Zum 250. Geburtstag von Friedrich Hölderlin

"Wem sonst als Dir", Film, Deutschland, 44:34 min

mit Silvina Buchbauer und Boris Bergmann

Texte von Friedrich Hölderlin (1770-1843) aus: Brief an Susette Gontard (1799) und "Hyperion"

Musik: "SLOW Scardanelli Lieder ohne Worte" von Boris Bergmann

Kamera, Tonmischung: Boris Bergmann

Sprecherin, Kamera, Montage, Regie: Silvina Buchbauer

Wem sonst als Dir

Mit diesen Worten widmete Friedrich Hölderlin den zweiten Band des Briefromans "Hyperion" seiner grossen Liebe Susette Gontard. In der Figur der Diotima setzte er ihr ein literarisches Denkmal. Leben und Dichtung sind in diesem Werk so eng miteinander verworben, dass der Dichter in visionärer Schau sogar das tragische Ende Susettes und sein eigenes Schicksal vorauszuahnen schien.

Hölderlin war ein Suchender in stürmischen und ungewissen Zeiten. Seine Aktualität besteht im Wanken und Sehnen, auch Irren - auf der Suche nach einer besseren Welt. Sein Blick ins Offene ist der Gegenentwurf zum Dogma angeblicher Alternativlsoigkeit und die Antwort auf Hölderlins Frage: "... wozu Dichter in dürftiger Zeit?"

im "Wem sonst als Dir" durchwandert Diotima (Silvina Buchbauer) Stationen des Briefromans "Hyperion" - stets auf dem Weg durch merkwürdig verlassene Orte, versunken in die Seiten des Buches. Boris Bergmanns Musik "SLOW Scardanelli Lieder ohne Worte" ist inspiriert durch Hölderlins stundenlange Klavierimprovisationen im Turm zu Tübingen, wo der Dichter die zweite Lebenshälfte in "geistiger Umnachtung" verbrachte.

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