Mittwoch, den 29. September von 16.30 bis 20.00 Uhr und Donnerstag, den 30. September von 16.30 bis 20.00 UhrI Geschichte, Gedächtnis, Schreiben. Deutsch-französische literarische Begegnungen

Literatur und Erinnerung

Für viele deutsche Schriftsteller der 1930er Jahre war Frankreich, insbesondere Paris, der erste logische Schritt ins Exil. Nach dem deutschen Einmarsch in Paris verlagerte sich das deutsche literarische Leben in den Süden Frankreichs. Vor allem Marseille spielte als Hafenstadt und als Sitz des von Thomas Mann im Exil in den USA gegründeten Emergency Rescue Committee eine wichtige Rolle. Viele Menschen fanden in dieser Stadt und der Region vorübergehend Zuflucht: Fast 1000 deutsche Intellektuelle flohen über den Hafen von Marseille in die Vereinigten Staaten.

Als Hommage an dieses Kapitel der deutsch-französischen Kulturgeschichte bringt die Literaturbegegnung Autoren aus beiden Sprachräumen zum Austausch mit Studenten und Schülern sowie mit Literaturliebhabern mit besonderem Interesse an der hiesigen Literatur- und Verlagsszene zusammen.

Im Mittelpunkt des Festivals stehen zwei literarische Begegnungen.

Die eingeladenen französisch- und deutschsprachigen Autoren laden jeweils einen Autor ihrer Wahl aus der anderen Sprachregion ein, um mit ihnen an den Treffen teilzunehmen.

Diese Paare werden Vorträge in Schulen in Aix und Marseille halten und an Seminaren an der Universität teilnehmen. Öffentliche Lesungen finden am Abend statt: am Mittwoch im Museum für Geschichte von Marseille und am Donnerstag im Rathaus von Aix-en-Provence. Im Anschluss an die Lesungen findet eine Diskussion mit renommierten Literaturkritikern und Wissenschaftlern aus beiden Ländern statt. Das Festival endet mit einem informellen Treffen zwischen Gästen aus dem deutschsprachigen Raum und Akteuren aus der Literatur-, Übersetzungs- und Verlagsszene in Marseille.

Alle Veranstaltungen werden simultan in beide Sprachen übersetzt.

Teilnehmer

Laura Freudenthaler

Marie Hermann

Andréa Lauterwein

Catherine Lemieux

Valérie Manteau

Marie Schmidt

Géraldine Schwarz

Gast von Géraldine Schwarz

Programm:

Das Thema der ersten Ausgabe des Literaturtreffens ist "Literatur und Erinnerung".

Mittwoch 29. September 2021
Nachmittags, 16.30 - 20 Uhr, Museum für Geschichte, Marseille :

Lesung mit Laura Freudenthaler und Catherine Lemieux

Besprechung am runden Tisch: "Schreiben über Geschichte nach dem Verschwinden der letzten Zeugen

-Laura Freudenthaler
-Géraldine Schwarz
-Marie Schmidt
-Valérie Manteau
-Andréa Lauterwein, Moderation

Donnerstag, 30. September

-16.30 Uhr - 20 Uhr, Hôtel de Ville, Aix-en-Provence (Salle des Etats de Provence):

Lesung: Géraldine Schwarz und ihr Gast

Besprechung am runden Tisch: "Erinnerung in der Literatur als politischer Akt

-Catherine Lemieux
-Gast von Géraldine Schwarz
-Marie Hermann
-Andréa Lauterwein
Marie Schmidt, Moderation

Eintritt frei

Informationen und Reservierung erforderlich unter info@cfaprovence.com oder 04 42 21 29 12

Organisiert vom Centre Franco-Allemand de Provence und Jonas Lüscher, in Zusammenarbeit mit der Heinrich-Böll-Stiftung Frankreich, dem Musée d'Histoire de Marseille, der Stadt Aix-en-Provence, der Universität Aix-Marseille und der Académie Aix-Marseille