3. Dezember 2020 um 20.00 Uhr (allgemeines Publikum) und 4. Dezember 2020 um 14.00 Uhr (Schulklasse) I Oper: "Der Kaiser von Atlantis"

3. Dezember 2020 um 20.00 Uhr (allgemeines Publikum) und 4. Dezember 2020 um 14.00 Uhr (Schulklasse) I Oper: "Der Kaiser von Atlantis"

Ein Werk von Viktor Ullmann
Der Kaiser von Atlantis oder die Verweigerung des Todes ist eine einaktige Oper, die Viktor Ullmann 1943 während ihrer Internierung im Konzentrationslager Theresienstadt nach einem Libretto von Peter Kien komponierte.

MUSICAIX und ARES (Association for Research and Teaching of the Shoah) bündeln ihre Kompetenzen, um diese Oper zu einer umfassenden Operation zur Verhinderung rassistischer und antisemitischer Diskriminierung zu machen. ARES interveniert in den Schulen (Vorträge von Frau Renée Dray-Bensousan), MUSICAIX koordiniert die künstlerischen Aktionen und produziert die Show.

Das Thema

Harlekin und der Tod beklagen sich über diese unglückliche Zeit, in der sie keinen Platz mehr haben. Menschen wissen nicht mehr, wie man lächelt, und respektieren den Tod nicht einmal mehr.

Der Kaiser erlässt ein Dekret, mit dem seinen Untertanen der Krieg aufgezwungen wird. Beleidigt rächt sich der Tod, indem er sein Schwert zerbricht: Menschen können nicht mehr sterben. Verblüfft stellt der Kaiser fest, dass öffentliche Hinrichtungen nutzlos werden: die Gefangenen bleiben am Leben. Für diesen Segen, die Gewährung des ewigen Lebens, erntet der Kaiser bei seinen Untertanen Anerkennung. Allgemeiner Krieg. Niemand kämpft mehr, da man sich nicht mehr umbringen kann. Ein Soldat und ein junges Mädchen finden sich als menschliche Wesen in Mitgefühl und Liebe wieder. Anarchie breitet sich aus. Harlekin weckt die Kindheitserinnerungen des Kaisers, wodurch dieser verrückt wird. Der Tod verspricht, das Volk von allem Leid zu erlösen, wenn der Kaiser bereit ist, zuerst zu sterben. Der Kaiser akzeptiert.

Die Künstler kehren zurück, um die Oper in ihrer französischen Fassung aufzuführen, diesmal jedoch im ersten Teil: Aufführung durch den Chor "Ellen Mendel" und Ausstellung der Werke der Kinder (Porträts von Ellen Mendel).

Der Ellen-Mendel-Chor
Der Ellen-Mendel-Chor, der sich aus Kindern und Jugendlichen aus verschiedenen Stadtvierteln zusammensetzt, wird auf der Bühne des Grand Théâtre de Provence vier zweistimmige Lieder singen, begleitet vom Orchester des Musikkonservatoriums Pertuis/Sud-Luberon: La marche de Terezin et l'hymne des Milles (Arrangements G.Arcens), das Lied für Ellen (A.Ruez) und die Europahymne.

Diese Kinder haben das ganze Jahr über regelmäßig gearbeitet, um die Lieder zu lernen, und haben sich mit rassistischer und antisemitischer Diskriminierung, der Geschichte der Shoah und Arbeiten von Künstlern, welche in Konzentrationslagern lebten, auseinandergesetzt. Sie konnten die Gedenkstätte Camp des Milles besuchen und Frau Renée Dray-Bensousan, Präsidentin der ARES, treffen.

Porträts von Ellen Mendel
Ellen Mendel ist ein achtjähriges Kind, das die Schule in Pertuis (84) besucht. Nachdem sie nach Jahren des Exodus mit ihrer Familie nach Europa kommt und einige Monate in Marseille verbringt, wo ihr kleiner Bruder Edgar geboren wurde, hinterlässt sie einige Spuren im Dorf Pertuis: die Klassenkameraden erinnern sich an dieses Kind, das im Unterricht so gut war, aber vor allem erinnern sie sich an ihre Verhaftung durch die Gestapo und ihr plötzliches Verschwinden. Im Gedenken an Ellen wollte die Stadt Pertuis mobilisieren, um die Pflicht der Erinnerung zu wecken und künftigen Generationen zu helfen, niemals zu vergessen.

In den Archiven der Welt: kein Bild von Ellen.

Die Kinder der Operation "Kaiser von Atlantis 2020" werden eingeladen, ihre eigene Darstellung von Ellen Mendel zu zeichnen. Ihre Zeichnungen werden im Saal des Grand Théâtre de Provence ausgestellt.

Informationen: https://www.empereurdatlantis.fr/le-projet/

Reservierungen: Grand Théâtre de Provence am 08 2013 2013